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Schweizer Cup: TVZ II
- LC Brühl (SPL)

24. 11. 2011

Handball Schweizer Cup:
"Nein, lästig war das Spiel nicht für uns"
Zofingen II unterliegt Brühl erwartungsgemäss mit 15:38 (8:17)

Es ist die Szene, die den lautesten Szenenapplaus erzeugt im einseitigen Cupspiel zwischen Brühl und Zofingen. Die 53. Minute läuft, als die beste Skorerin des Abends, Azra Mustafoska, alleine auf TVZ-Keeperin Stephanie Stauffer loszieht, zum Sprung ansetzt und mit voller Wucht wirft.

Der Ball landet aber nicht im Tor, sondern prallt am Goalie ab. «Das war der Hammer, ich bin ob meiner Parade selber erschrocken», sagt Stephanie Stauffer, die normalerweise im Zofinger «Drü» spielt, «solche Schüsse bin ich mir nicht gewohnt.» Auch die andere TVZ-Goaliefrau Marion Ott sorgte mit insgesamt sechs tollen Abwehraktionen dafür, dass der Zweitligist am Ende «nur» mit 15:38 verlor gegen den SPL-Club.

Fünf Tore in Folge


Das erste Tor der Partie hatte Adriana Rudolf geschossen. «Geniesst diesen Moment, wenn Zofingen vorne liegt», meinte der Speaker. Tatsächlich war es die erste und letzte Führung des Gastgebers. Obwohl sich auch ins Spiel der Gäste, notabene der Schweizer Meister und aktuelle SPL-Leader, Fehlpässe und missglückte Abschlüsse mischten, war ihr Sieg nie gefährdet. Meist reichte ein langer Pass und ein Sprint, um die ganze TVZ-Truppe auszukontern. Bis zur Halbzeit hielt der Unterklassige trotz vieler technischer Fehler den Schaden mit 8:17 in Grenzen. Danach war die Luft draussen, spätestens als Azra Mustafoska mit fünf Toren in Folge von 12:32 auf 12:37 erhöhte – ehe Stephanie Stauffer ihren Lauf mit der erwähnten Parade stoppte. «Eigentlich wollten wir 60 Minuten lang Vollgas geben», sagte Azra Mustafoska nach dem Spiel, «das ist uns nicht gelungen.»


Adriana Rudolf gelang es zweimal, sich gegen die Brühlerinnen durchzusetzen (Bild: Otto Lüscher)

Ähnlich sah es Brühl-Trainerin Vroni Keller. «Auch gegen einen Zweitligisten kann man nicht halbherzig auftreten, so viele Fehlschüsse dulde ich nicht», erklärte sie ihren flammenden Appell ans Team im Timeout. Zofingen-Trainerin Fränzi Senn sprach von einem lehrreichen Abend für ihr Team und einem tollen Erlebnis. «Dass ihr gewinnt, war ja klar, ist so ein Cupspiel für euch nicht mühsam?», fragte sie nach Matchende Vroni Keller. «Nein», meinte diese und lachte, «lästig war es nicht, aber jetzt heisst die Devise: weiter Richtung Cupfinal.» (Melanie Gamma/Zofinger Tagblatt)

Zofingen II (2.) - Brühl (SPL) 15:38 (8:17)


BZ, Zofingen. – 80 Zuschauer. – SR: Bär/Süess. –

Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:4, 3:10, 4:10, 5:13, 7:16, 8:17; 8:21, 10:21, 10:26, 11:27, 12:29; 12:37, 13:37, 14:38, 15:38. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Brühl.

Zofingen: Ort (1. bis 29. und 31. bis 47.)/Stauffer (30. und 48. bis 60.); Allemann (1), Christen, Kaderli (4), Kaspar, Köpfli (1), Luternauer, Moor (2), Rippstein (1), Rudolf (2), Ryser (3), Zanitti (1).

Brühl: Engeler (1. bis 30.)/Beier (31. bis 60.); Benz (2), Bösch (6), Bosshart (6), Golic (2), Haag (3), Mustafoska (8), Scheffold (3), Theodoridis (7), Weishaupt (1), Wenger.



     

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