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Handball Schweizer Cup Frauen: Meilenweit vom Final Four entfernt Handball Frauen Schweizer Cup Zofingen unterliegt Zug im Viertelfinal mit 26:38
Als «sehr lethargisch» bezeichnete TVZ-Trainer Markus Schlatter die Leistung seiner Akteurinnen bei der zweiten Heimniederlage gegen Zug innerhalb von vier Tagen, «sie hatten nicht den Willen, richtig aufs Tor zu gehen.» Mehrere Zofingerinnen hatten zwar ihre lichten Momente, doch über die gesamte Spieldauer konnten nur die Allerwenigsten eine konstante Leistung abrufen. Den Gastgeberinnen fehlten im Spiel um ein Ticket für das Final Four das innere Feuer und die notwendige Körperspannung, man ergab sich beinahe schon kampflos und kassierte deshalb im Gegensatz zur samstäglichen Meisterschaftspartie (22:26) nicht unverdient eine deutliche Klatsche.
Schon der Start in den Viertelfinal-Match liess nicht viel Gutes erahnen. Erneut dauerte es nur wenige Minuten und die Zofingerinnen hatten sich bereits einen Rückstand eingehandelt. Ausser Goalie Franziska Wieland und Aufbauerin Stephanie Rosen konnte sich in den ersten Minute niemand positiv in Szene setzen. In der Folge pendelte sich der Vorsprung der solide agierenden Zugerinnen zwar bei vier, fünf Toren ein, doch das Gefühl, der TVZ setze bald zu einer ultimativen Aufholjagd an, hatte man nie. Zu wenig Druck konnten die Einheimischen auf die Gäste-Abwehr ausüben, zu wenig zwingend waren die Abschlüsse.
Immerhin änderte sich der schwache Eindruck zu Beginn der zweiten Hälfte. Einige Minuten lang zeigten die Zofingerinnen, zu was sie eigentlich fähig wären. Das ganze erwies sich dann aber doch nur als Strohfeuer. In den letzten 25 Minuten konnten die Zugerinnen um die 13-fache Torschützin Sibylle Scherer schalten und walten, wie es ihnen gefiel. Stetig wuchs der Vorsprung der Gäste und ging die letzte Gegenwehr der Thutstädterinnen verloren. Mit Lisa Frey zeigte nur eine Zofingerin eine konstant gute zweite Halbzeit, was gegen ein Spitzenteam wie Zug natürlich bei weitem nicht reicht. So kam es, wie es erwartet werden musste und der TV Zofingen scheiterte bereits zum dritten Mal in Folge im Cup-Viertelfinal am LK Zug. Michael Wyss /ZT
Bemerkungen: Zofingen ohne Van Polanen (verletzt), setzt Gaberthüel, Eggimann und Rahel Frey nicht ein. Zug ohne Hasler-Petrig (schwanger), Traber und Varela Rodriguez (beide verletzt).