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09. 10. 2011, SPL: TVZ - DHB RW Thun



Gut, dass alles schon entschieden war
Der TV Zofingen unterliegt zum Abschluss der Qualifikation Schlusslicht Thun 24:25

Zofingens Kreisläuferin Soka Smitran musste nach der zweiten Pleite gegen Rotweiss Thun zugeben, dass es ein glücklicher Umstand war, dass der TVZ bereits für die Finalrunde qualifiziert war und es deshalb gestern um nicht mehr viel ging.



«Allerdings ist das keine Entschuldigung dafür, dass wir einen solchen Match verlieren», so die fünffache Torschützin, «wir sind zuversichtlich ins Spiel gegangen und wollten unbedingt gewinnen. Dass es nun so herausgekommen ist, ist sehr enttäuschend.»

Die in den letzten Wochen allgegenwärtige Verunsicherung war den Gastgeberinnen auch gegen Schlusslicht Thun von Anfang an anzumerken. Die ersten fünf Angriffe endeten ohne Torerfolg und der Gast aus dem Berner Oberland konnte bereits auf 3:0 davonziehen. Allmählich steigerten sich die Zofingerinnen und fanden über den Kampf in die Partie. Fehlerlos war die Vorstellung der Equipe von Trainer Markus Schlatter auch in der Folge keineswegs, aber immerhin konnten die Einheimischen nun das Spiel ausgeglichen gestalten und am Gegner dranbleiben.

Zur Pause lag Thun knapp in Front und den Vorsprung verteidigte Rotweiss auch nach dem Seitenwechsel meist. Die Thutstädterinnen konnten zwar mehrmals wieder ausgleichen, den Gast zu überholen, vermochte der TVZ aber kein einziges Mal. So war es mehr oder weniger logisch, dass die Gäste die 100 Sekunden vor dem Ende erzielte 25:24-Führung auch über die Zeit retten konnten.
Obwohl der Partie gegen Thun keine grosse Bedeutung mehr zukam, muss der gestrige Auftritt der Zofingerinnen als erneuter Tiefschlag bezeichnet werden. Von den letzten acht Begegnungen konnte der TVZ noch gerade eine einzige für sich entscheiden. So gesehen ist die Qualifikation für die Finalrunde nicht nur ein Resultat der eigenen Stärke, sondern kam auch mit etwas Glück zustande. Dass muss dann doch als negative Überraschung taxiert werden, denn Markus Schlatter sprach noch vor der Saison davon, dass man nach dem vierten Rang von vergangener Spielzeit in diesem Jahr die Top 3 angreifen wolle. Nun muss ganz klar festgestellt werden, dass die Thutstädterinnen keinen Fort- sondern eher einen Rückschritt gemacht haben. Vor allem fehlt es fast immer an der nötigen Konstanz, um selbst gegen schwächer aufgestellte Teams erfolgreich zu sein.

So ist man fast geneigt zu sagen, dass der Ligaerhalt glücklicherweise bereits frühzeitig geschafft ist. Allerdings haben sich die Zofingerinnen in den letzten Wochen selbst um die Chance gebracht, dass es nach der Weihnachtspause noch um mehr als nur den fünften Schlussrang geht.

 

Zofingen - Rotweiss Thun 24:25 (14:15)

BZZ. – 120 Zuschauer. – SR: Sager/Styger.

Torfolge: 0:3, 2:4, 3:6, 6:7, 6:10, 8:12, 12:13, 14:14, 14:15; 15:15, 15:17, 18:18, 19:22, 23:23, 24:24, 24:25.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zofingen, 2-mal 2 Minuten gegen Rotweiss Thun.

Zofingen: Rahel Frey; Ramseier (4/1), Lisa Frey (5), Stephanie Rosen (3), Dervisaj (1), Smitran (5), Baumgartner (1), Josefiak (2), Ussia (2), Van Polanen, Wyss, Miriam Rosen (1).

RW Thun: Aegerter, Schellhase (ab 31.); Plastina (8/1), Plüer (2), Weber (1), Balzli (3), Moser (1), Zurbuchen (4), Wenger (2), Marjanac (3), Steiner, Anker, Oberson (1), Simon.

Bemerkung: Thun ohne Loosli.




     

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